Was wir von den Führungskräften bei Google lernen können Teil 2

Im ersten Teil dieser Blog-Serie habe ich erläutert, dass Google als beliebtester Arbeitgeber der Welt 10 Gewohnheiten hochwirksamer Führungskräfte ausfindig gemacht hat. Die ersten fünf kannst du hier nachlesen. In diesem Artikel lernst du die weiteren Gewohnheiten kennen, die du laut Google brauchst, um nicht nur hochqualifizierte Arbeitnehmende anzuziehen, sondern auch den Erfolg deines Unternehmens maßgeblich positiv zu beeinflussen.

6. Unterstütze die Karriereentwicklung und gib Feedback

Google legt großen Wert auf die Entwicklung seiner Mitarbeitenden. Schließlich steht und fällt der Erfolg des Unternehmens mit dem Erfolg der Angestellten. Die Unterstützung in Form von konstruktivem Feedback und Weiterbildung wird daher als Investition in das Unternehmen wahrgenommen.

Insbesondere bei der Weiterentwicklung ist es wichtig, die Werte der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Hier bietet es sich auch an, dass du gemeinsam mit den einzelnen Mitarbeitenden prüfst, ob die Position ihren Bedürfnissen entspricht und sie Spaß an der Aufgabe hätten.

Und wünsche auch du dir von deinen Mitarbeitenden regelmäßig Feedback und fordere es aktiv ein!

7. Habe eine klare Strategie für dein Team

Eine Führungskraft, die gut zuhört, weiß, was ihr Team bewegt und wo es eventuell hapert. Entsprechend kann sie eine Unternehmenskultur und Strategie entwickeln, die die Mitarbeitenden individuell begleitet und entwickelt, um die Ziele zu erreichen. Mithilfe einer klaren und motivierenden Kommunikation kann auf jeden Mitarbeitenden eingegangen und das Team als Ganzes unterstützt werden.

Auch hier ist es wieder wichtig, zunächst die einzelnen Mitarbeitenden mit ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen zu kennen. Denn die Strategie muss spürbar und erlebbar sein. Nur so können sich die Mitarbeitenden mit ihr identifizieren. Schließlich soll sie auch umgesetzt werden und sollte daher nachhaltig gedacht sein. Nur so kannst du als Führungskraft dafür sorgen, dass jeder seinen Platz in deiner Unternehmenskultur einnehmen und ausfüllen kann. Auch wenn nicht alles sofort so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast: Sei geduldig und vertraue langfristig auf deine gut durchdachte Strategie!

8. Verfüge über technische Fähigkeiten, um das Team zu beraten

Die Führungskräfte bei Google kennen und verstehen die Aufgaben und Arbeitsabläufe ihrer Mitarbeitenden. Sie wissen um deren Herausforderungen und Ziele. Wechselt eine Führungskraft in eine andere Abteilung, nimmt sie sich ausreichend Zeit, sich mit den dort herrschenden Abläufen vertraut zu machen. Erst wenn sie das Vertrauen der Mitarbeitenden erlangt hat, nimmt sie bei Bedarf Veränderungen vor oder erteilt Ratschläge. Möglich ist dies nur, wenn sie nicht nur die Zahlen kennt, sondern auch die technischen Fähigkeiten beherrscht, die notwendig sind, um die Arbeitsweisen der Mitarbeitenden zu verstehen.

Meiner Meinung nach reicht es nicht aus, die Arbeitsabläufe und Aufgaben der Mitarbeitenden zu verstehen. Mindestens ebenso wichtig sind die Mitarbeitenden selbst. Daher empfehle ich gerade Führungskräften, die ein Team neu kennenlernen, sich mit den individuellen Werten jedes einzelnen Mitarbeitenden zu befassen. Du musst verstehen können, „warum“ wie gearbeitet wird, und dich nicht allein auf das „wie“ konzentrieren.

9. Arbeite innerhalb von Google zusammen

Google ist ein gigantisches Unternehmen. Statista hat im Jahr 2018 knapp 99.000 Mitarbeitende gezählt. Es versteht sich von selbst, dass diese nicht alle in einem Team zusammenarbeiten. Daher wäre es fatal, wenn die Führungskräfte bei Google mit ihren Mitarbeitenden Alleingänge unternehmen würden. Stattdessen müssen sie in der Lage sein, das große Ganze zu sehen und nicht nur das Wohl des eigenen Teams, sondern den Erfolg des ganzen Unternehmens im Blick haben.

Erfolgreiche Unternehmen leben vom Teamwork. Gut miteinander verzahnte und aufeinander eingespielte Teams tun sich deutlich leichter damit, gemeinsam erfolgreich zu sein. Eine Unternehmenskultur, in der dem anderen kein Erfolg gegönnt oder gar sabotiert wird, ist zum Scheitern verurteilt. Weite daher deinen Blick über dein eigenes Team hinaus und tausche dich auch hierarchieübergreifend aus.

10. Sei ein starker Entscheidungsträger

Selbst wenn die Hierarchien flach und die Kommunikation transparent ist, liegt es an der Führungskraft, Entscheidungen zu fällen und durchzusetzen. Google hat erkannt: ungeliebte Entscheidungen sind besser als Stillstand. Daher sind die Führungskräfte in dem Unternehmen dazu angehalten, Dinge vorwärts zu bewegen und sich Herausforderungen zu stellen.

Dieser Ansatz gefällt mir als Macherin. Ich möchte jedoch ergänzend darauf hinweisen, dass  Entscheidungen immer emotional sind. Wenn du dir auch die Perspektiven deiner Mitarbeitenden bedacht hast, wirst du in der Lage sein, gute Entscheidungen zu treffen.

11. Führe gesund

Die Maxime, die Führungskräfte bei Google befolgen, sind bereits sehr erfolgreich und bewährt. Dennoch habe ich einen wichtigen Punkt hinzuzufügen, der in dieser Liste fehlt: dein eigenes Selbstmanagement und die Gesundheit der Mitarbeitenden. Damit meine ich zum einen die geistige Gesundheit, die durch Überlastung und Stress gefährdet wird, und zum anderen die physische Gesundheit, die durch mangelnde Sicherheit und übermäßige körperliche Belastungen aufs Spiel gesetzt werden kann. Um dem entgegenzuwirken, solltest du Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung nutzen, die individuell auf dein Unternehmen zugeschnitten sind.

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