Zu faul für Gesundheit? Warum deine Mitarbeitenden die betriebliche Gesundheitsförderung nicht nutzen und was du dagegen tun kannst

Unsere schnelllebige Arbeitswelt ist geprägt von Hektik und Zeitdruck. Mitarbeitende, die dabei ihre Gesundheit aus den Augen verlieren, kommen schneller an ihre Grenzen. Ein negatives Arbeitsklima und kostenintensive Ausfälle sind die Folgen. Eine Studie der AOK aus dem Jahr 2017 konnte belegen, dass die Anzahl der Fehlzeiten wegen Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren dramatisch gestiegen ist. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den wirtschaftlichen Einbußen der Unternehmen wider. Umso notwendiger werden Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, die die Mitarbeitenden darin unterstützen, gesund zu bleiben. Zudem zeigt sich, dass sich die betriebliche Gesundheitsförderung positiv auf die Motivation und Mitarbeiterbindung auswirkt. Denn wer gesund und zufrieden zur Arbeit kommt, ist auch motivierter und produktiver. Viele Unternehmen erkennen daher ihre Mitarbeitenden als wichtigsten Faktor für den Unternehmenserfolg an.

Gleichzeitig erhöht sich die Attraktivität jener Arbeitgeber, die aktiv für die Gesundheit ihrer Angestellten eintreten und entsprechende Angebote entwickeln. Dadurch heben sie sich vom Arbeitsmarkt ab und haben es leichter, geeignete Fachkräfte zu finden.

Betriebliche Gesundheitsförderung – Was ist möglich?

Die betriebliche Gesundheitsförderung hat immer präventiven Charakter. Das heißt, sie setzt Maßnahmen ein, die krankheitsbedingte Ausfälle vorbeugen sollen. Man unterscheidet dabei fünf Handlungsfelder:

arbeitsbedingte körperliche Belastungen:

Rund 30 % der Arbeitsunfähigkeitstage resultieren aus Muskel- und Skeletterkrankungen. Maßnahmen, die den Mitarbeitenden zeigen, wie sie eine gesunde Körperhaltung einnehmen und schädliche Bewegungen vermeiden, zielen darauf ab, dass Rücken, Gelenke und Muskeln nicht stärker als nötig beansprucht werden. Auch Massagen für die Lockerung der Muskeln haben sich als sehr hilfreich erwiesen und werden dankbar angenommen. Weitere Maßnahmen wie das Office Gym oder die Bewegte Pause helfen dabei, sich auch in Bürojobs körperlich fit zu halten.

Betriebsverpflegung:

Mit einem gesunden Angebot in der Betriebskantine und speziellen Ernährungsschulungen wird dafür gesorgt, dass sich die Mitarbeitenden bewusst und ausgewogen ernähren. Neben dem Obstkorb im Büro finden zusätzliche Bio-Angebote in der Kantine großen Anklang in der Belegschaft. Gerade in kleineren Betrieben sorgen darüber hinaus regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten für ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl im Team.

psychosoziale Belastungen (Stress):

Besonders stressgefährdete Arbeitsplätze sind durch eine Kombination von Zeitdruck und wenig Entscheidungsspielraum über den Arbeitsablauf gekennzeichnet. Stressbedingte Erkrankungen resultieren damit auch aus fehlender Bestätigung für erbrachte Leistungen, wobei nicht allein das Gehalt entscheidend ist. Anerkennung, Wertschätzung und berufliche Aufstiegsmöglichkeiten haben zusätzlich einen hohen Belohnungseffekt und sorgen für Mitarbeiterbindung.
Schicksalsschläge innerhalb des Teams (z. B. Tod bzw. schwere Erkrankung eines Kollegen oder Vorgesetzten) können Unternehmen stark belasten und lähmen. Umso wichtiger sind Angebote, die dabei unterstützen, solche Situationen zu verarbeiten und zeigen, wie Unternehmen mit den Betroffenen umgehen können.

Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung:

Mitarbeitende, die nicht motiviert sind oder sich am Arbeitsplatz unwohl fühlen, lassen sich eher krankschreiben. Führungskräfte können im Rahmen eines werteorientierten Führungsstils einen positiven Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit, Motivation und damit auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden nehmen. Eine sinnstiftende Unternehmenskultur sorgt zusätzlich dafür, dass die Angestellten den Wert ihrer eigenen Arbeit erkennen und gern am Unternehmenserfolg mitwirken.

Suchtmittelkonsum:

Ein gesunder Umgang mit Rausch- und Suchtmitteln trägt unmittelbar dazu bei, dass die Leistungsfähigkeit, Arbeitsqualität und Arbeitssicherheit erhalten bleiben. Hierfür kannst du Schulungen zur Raucherentwöhnung oder für einen richtigen Umgang mit Alkohol anbieten.

Wenn alle Mühen auf Grund laufen

Unternehmen, die sich intensiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einsetzen und zahlreiche Präventivmaßnahmen anbieten, investieren viele Gedanken und Geld in diese Angebote. Umso frustrierender wirkt es, wenn die Leistungen nicht in Anspruch genommen werden. Gründe hierfür kann es viele geben. Dennoch herrscht in vielen Unternehmen Ratlosigkeit, wenn die Nachfrage ausbleibt.

Doch langes Rätselraten sollten Sie sich sparen und Ihre Mitarbeitenden stattdessen direkt ansprechen. Dies kann in persönlichen Gesprächen oder in Umfragen erfolgen. Auf diese Weise kannst du zum einen die Gründe für die Nichtteilnahme herausfinden, zum anderen erfährst du, was sich deine Mitarbeitenden bezüglich der betrieblichen Gesundheitsförderung wünschen.

So werden deine BGF-Angebote gern angenommen

Du kannst dieser Problematik der ungenutzten Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung jedoch auch von Anfang an entgegenwirken, indem du deine Mitarbeitenden in die Planung mit einbeziehst. Ganz nebenbei verdeutlichst du damit auch die Wertschätzung, die du deinem Team entgegenbringst und steigerst gleichzeitig die Motivation, diese Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. Indem du deine Mitarbeitenden in deine Entscheidungen mit einbeziehst, legst du den ersten Grundstein für eine betriebliche Gesundheitsförderung, die auf die individuellen Bedürfnisse deines Unternehmens angepasst ist.

In jedem Fall solltest du vermeiden, ein fertiges Konzept für die betriebliche Gesundheitsförderung übernehmen. Denn gute Gesundheitsangebote sind immer an den konkreten Problemen und individuellen Bedürfnissen im Unternehmen orientiert und überzeugen daher mit zielgruppen- und branchenspezifischen Lösungsansätzen.

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